Kinder und Jugendliche schützen und fördern

Ich gehe davon aus, dass die Kinder und Jugendjahre zentral sind für die weitere Entwicklung des Menschen. Dies sowohl für die körperliche und geistige Gesundheit wie auch für das Bestehen in der modernen Berufswelt und der sich stets verändernden Gesellschaft.

 

 

Ich setze mich ein für:

  • die Rechte der Kinder und Jugendlichen, dass sie gewaltfrei aufwachsen können und ihre Integrität geschützt wird,
  • ein Bildungssystem, in dem alle Kinder gemäss ihren individuellen Voraussetzungen gefördert werden, das sie dazu motiviert, lebenslang zu lernen und sie befähigt, ihren Platz in der Gesellschaft und im Berufsleben zu finden,
  • ein breites und erschwingliches Freizeit- und Sportangebot sowie für attraktive Freiräume für Kinder und Jugendliche.

Hintergrundwissen: 30 Jahre Kinderrechtskonvention

Die Kinderrechtskonvention der UNO (KRK) feiert dieses Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum. Sie formuliert verbindliche Rechte für Kinder. Damit wird dem Anspruch der Kinder und Jugendlichen bis 18 Jahre auf besondere Fürsorge und Unterstützung Rechnung getragen.   

 

Die Vertragsstaaten verpflichten sich, die in der Konvention festgelegten Rechte zu achten Massnahmen zur Verwirklichung der Kinderrechte zu treffen. Bei allen Massnahmen steht das Kindeswohl im Mittelpunkt. Das Übereinkommen betrifft drei Bereiche:

  • Recht auf Schutz
  • Recht auf Förderung
  • Recht auf Mitwirkung

1989 wurde das Übereinkommen über die Rechte des Kindes (KRK) von der Generalversammlung der Vereinten Nationen angenommen. Am 20. November 2019 wird das 30-jährigen Jubiläum international gefeiert.

Wo steht die Schweiz?

Die Schweiz ratifizierte die Kinderrechtskonvention 1997. Im Dezember 2018 stellte der Bundesrat sein aktuellstes Massnahmenpaket im Bereich Kinderrechte vor. Darin verankert der Bundesrat das Interesse des Kindes als Leitprinzip. Er will Kinder und Jugendliche darin unterstützen, vermehrt in politischen Prozessen, die sie betreffen, mitwirken zu können. Doch aus der Sicht des Netzwerks Kinderrechte Schweiz sind die Massnahmen insgesamt zu selektiv und gehen deutlich zu wenig weit. 

Ein Beispiel: mit der Ratifizierung verpflichtet sich die Schweiz, der Anwendung von körperlicher und psychischer Bestrafung in der Erziehung eine klare rechtliche Absage zu erteilen. Das Recht des Kindes auf eine gewaltfreie Erziehung wird jedoch nicht ausdrücklich und eindeutig im Gesetz festgehalten. Die Schweiz erfüllt somit ihre Schutzpflicht im Rahmen Kinderrechtskonvention nur bedingt, weil sie die Anwendung von Körperstrafen nicht grundsätzlich verbietet und keine Massnahmen trifft, dies Praxis zu ändern. Im Parlament wurden schon mehrer Vorstösste unternommen, immer vergebens. Dies gilt es nun endlich zu ändern.

Weitere politische Schwerpunkte


Quellen: Kinderschutz Schweiz und Netzwerk Kinderrechte Schweiz

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