Eine Politik für die Volksschule

Eine gute Schule ist für mich eine Schule für alle. Eine inklusive Schule, in der Vielfalt Normalität ist und in der Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit als gleichwertig angenommen werden.

 

Das ist (m)eine Vision. Als Bildungspolitikerin ist diese für mich handlungsleitend, auch wenn sie einem Ideal entspricht. 

 

In der Praxis ist dies natürlich nicht so leicht umsetzbar. Doch Schritt für Schritt können wir der Vision näher kommen. 

Von der Vision zu konkreten Entwicklungsfeldern

Konkret orientiere ich mich in meiner Bildungspolitik am Ziel 4 der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen: Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern. 

 

Damit dies gelingt, brauchen wir in erster Linie

  • ausreichend gut ausgebildete und motivierte Lehrpersonen. Sie sind das wichtigste Element der Volksschule. Deshalb sollten sie in den Fokus der Bildungspolitik rücken. Der Beruf der Lehrerin, des Lehrers muss attraktiv sein. Dazu gehört, dass Lehrpersonen als Fachpersonen wertgeschätzt werden und sie ihren Beruf unter guten Bedingungen ausüben können. (Hier finden sich Ideen für einen attraktiveres Berufsbild

Die Bildungspolitik sollte weiter:

  • Die Umsetzung des Lehrplans 21 konsequent einfordern. Denn er bietet so viele Möglichkeiten für eine inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung. Dabei gilt es nicht nur auf kompetenzorientierten Unterricht zu achten und auf überfachliche Kompetenzen, sondern auch auf eine kompetenzorientierte Beurteilung.  
  • Die Schulleitungen stärken und weiter professionalisieren. Schulleitungen sollen Freiräume bei der Unterrichtsentwicklung haben und umfassende Personalmanagementkompetenzen. Zudem sollte in jedem Schulleitungsteam eine Heilpädagogin oder ein Heilpädagoge sein. Dies ist besonders wichtig, da es im Wallis für alle sonderpädagogischen und therapeutischen Massnahmen eine einheitliche Anlaufstelle - die Schulleitungen - gibt. 
  • Rahmenbedingungen schaffen, die individualisierten Unterricht ermöglichen. Zum Beispiel mit der Möglichkeit zu einer kürzeren oder längeren Verweildauer im ersten Zyklus oder durch Entlastungen für den Mehraufwand zum Vorbereiten und Auswerten des Unterrichts und die Zusammenarbeit im Team und mit weiteren Fachpersonen.  
  • Ausreichend Ressourcen für sonderpädagogische Massnahmen zur Verfügung stellen. Das Sonderpädagogik-Konzept ist gut und geht schon in Richtung Inklusion, doch für die tatsächliche und zielführende Umsetzung fehlen Ressourcen (s. dazu auch den kantonalen Familienbericht 2019.) 

Was tun wir bei der CSPO?

Wir setzen uns aktiv mit dem Thema Bildung auseinander, im Grossen Rat, im Verfassungsrat, in den Gemeinden und auch in der Partei. So erarbeiten wir zur Zeit eine Bildungsposition, die alle Altersstufen abdeckt (von der frühen Kindheit über die Volksschule, die Sekundarstufe II, die Hochschulen bis hin zur Erwachsenenbildung) und als Grundlage für die politische Arbeit der Partei dienen wird.


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