Gute Rahmenbedingungen für Familien schaffen

Ich will eine moderne und soziale Familienpolitik voranbringen.

Familien sollen selber entscheiden können, wie sie ihr Leben gestalten. Wichtig ist für mich dabei, dass sie reale Wahlmöglichkeiten haben und Beruf und Familienleben gut vereinbaren können. Eltern sollen Zeit für ihre Kinder haben, Betreuungsarbeit soll wertgeschätzt und hochgehalten werden. Und Familien brauchen Schutz vor Armut, damit sich die Kinder optimal entwickeln können.

 

Mit meinem politischen Engagement setze ich mich für gute Rahmenbedingungen für Familien ein. Was heisst das konkret?

Ich setze mich ein für:

  • die Aufwertung und mehr gesellschaftliche Anerkennung von Betreuungs- und Pflegearbeit (für Kinder ebenso wie für pflegebedürftige Angehörige, egal ob sie von Frauen oder Männern ausgeführt wird),
  • eine gute Vereinbarkeit von Familie, Schule und Beruf, d.h.
    • für familienfreundliche Arbeitsbedingungen; Frauen und Männer sollen die Möglichkeit haben, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen.
    • für qualitativ hochwertige Angebote zur familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung mit einkommensabhängigen Tarifen, die bei Bedarf auch flexibel genutzt werden können. 
  • faire Familienzulagen und steuerliche Rahmenbedingungen für Familien, für gezielte finanzielle Unterstützung für einkommensschwache Familien und die Förderung von günstigem Wohnraum für Familien. 

Hintergrund: Eltern-Kind-Bindung - und was strukturelle Rahmenbedingungen damit zu tun haben

Bindung ist die engste Beziehung zwischen zwei Menschen. Für das Baby entsteht sie zu den Personen, mit denen es am meisten Kontakt hat. Das sind meist die Mütter, doch heute gelten auch Väter als wichtige Bindungspersonen, die den Müttern in nichts nachstehen. Eine Bindung muss ein Kind nicht ausschliesslich mit den Eltern haben. Weitere wichtige Bezugspersonen können Grosseltern, Tagesfamilien und ihre Betreuerinnen in den Kitas sein. Elementar dabei ist, dass diese Menschen verläßlich sind, feinfühlig – sowie liebevoll auf die Bedürfnisse des Kindes reagieren.  Eltern sind jedoch immer die primären Bindungspersonen eines kleinen Kindes. Das bedeutet: Eltern brauchen Zeit für die Kinder. Dem gegenüber stehen die in der Schweiz wenig familienfreundlichen Strukturen in der Arbeitswelt. 

An dieser Stelle wird häufig an die Selbstverantwortung der Eltern appelliert: Wer Kinder will, muss sich halt bewusst sein, dass in deren Baby-, Kleinkind- und Schuljahren ein anderer Fokus gilt und sie in dieser Zeit (hierzulande ist es meistens die Mutter) beruflich zurückstecken müssen. So wie die Rahmenbedingungen momentan ausgestaltet sind, ist das tatsächlich so. Doch das muss sich ändern. Es geht nicht an, dass Frauen und/oder Männer beruflich heute immer noch auf dem Abstellgleis landen, sobald sie Eltern werden. (Auch die Wirtschaft kann sich das nicht leisten - aber das ist ein anderes Thema). Kein Paar, kein Elternteil soll sich zwischen Kindern und beruflicher Entwicklung entscheiden müssen, beides soll möglich sein. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Ein paar Ideen habe ich hier zusammengestellt. Und ich setze mich in der politischen Diskussion gerne und unermüdlich für bessere Rahmenbedingungen für Familien ein. 


Quellen:

Die Infos zum Thema Bindung habe ich aus einem Dossier von Margrit Stamm zusammengefasst. Sie ist em. Professorin für Pädagogische Psychologie und Erziehungswissenschaften an der Universität Fribourg.

Interessante statistische Daten sowie Stärken und Herausforderungen der Walliser Familienpolitik können im ersten Familienbericht des Kantons Wallis nachgelesen werden. 

Foto: unsplash.com