Das Wallis als modernen Lebens- und Wirtschaftsraum stärken

Das Wallis ist sehr vielseitig. Es besteht aus alpinen Bergdörfern, abgeschiedenen Tälern ebenso wie Stadtgebieten und Agglomerationen. Die intakte und gepflegte Landschaft ist Grundlage für den Tourismus ebenso wie für die Standortattraktivität. Wir leben aber nicht in einem Naturreservat, Das Wallis ist für uns Lebens- und Wirtschaftsraum

 

Ich setze mich deshalb ein für

  • Innovation, Forschung und Entwicklung im Bereich der Industrie ebenso wie im Tourismus, im Gewerbe und der Landwirtschaft (damit Brain gain stattfindet und nicht Brain drain) sowie eine vernünftige Umwelt- und Klimapolitik, die auf Nachhaltigkeit setzt und der Tatsache Rechnung trägt, dass wir hier leben und arbeiten,
  • eine Entwicklung, die alle Generationen einbezieht. D.h. das Planen und Umsetzen von Aktivitäten und Massnahmen, mit denen Gemeinden ihre Standortattraktivität sowohl für Familien wie auch für die ältere Bevölkerung steigern. Zum Beispiel: Angebote zur Freizeitgestaltung für jung und alt, Kitas ebenso wie betreutes Wohnen im Alter und
  • gute medizinische Grundversorgung,  verkehrstechnische Erschliessung (gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr ebenso wie gute Qualität und Sicherheit im Strassennetz) sowie leistungsfähige digitale Infrastruktur. Das Ziel ist, dass weder junge noch ältere Menschen aus den Berggebieten wegziehen oder noch besser: dass sich in den Berggebieten niederlassen. 

Hintergrund: das reiche Natur- und Kulturerbe als Trumpf der Berggebiete nutzen

In den Berggebieten - und damit auch im Wallis - besteht eine enge Verbindung zwischen Kultur- und Naturerbe. Zahlreiche Landschaften, die Natur und Kultur verbinden, sind von der Nutzung durch den Menschen geprägt. So zum Beispiel die Weidewirtschaft, der Weinbau oder auch historischen Bauwerke wie die Suonen. Tradition und Brauchtum werden im Wallis gelebt. An Fronleichnam zum Beispiel, oder an der Fastnacht, die in jedem Dorf ein bisschen anders ist. 

Angesichts des Globalisierungstrends stellt das Natur- und Kulturerbe laut Juan-Andres Gutierrez (Präsident von Euromontana) eine der wenigen Ressourcen dar, deren wirtschaftliches Entwicklungspotenzial untrennbar mit dem entsprechenden Gebiet, seinen Bewohnern und ihrer Lebensart verbunden ist. Wird dieses Entwicklungspotenzial nachhaltig genutzt und in Wert gesetzt, bietet es eine grossartige Chance für die Bergregion.  Das reiche Natur- und Kulturerbe weist ebenfalls ein hohes Innovationspotenzial für unternehmerische Ideen auf.

Und dafür braucht es gemäss Gutierrez neue technologische Möglichkeiten. Dies setzt leistungsfähige Internetverbindungen voraus. Leider sind diese derzeit in zahlreichen Berggebieten ungenügend oder schlicht nicht vorhanden. Dies soll sich ändern. Ebenso soll die Erreichbarkeit der Bergregionen mit dem öffentlichen Verkehr oder durch das Strassennetz verbessert werden. Auch dies dient dazu, das Kultur- und Naturerbe für andere erlebbar zu machen. 

Weitere Schwerpunkte:

Auch in diesen Themen werde ich mich engagieren:

  • Kinder und Jugendliche schützen und fördern
  • Gute Rahmenbedingungen für Familien schaffen

Quelle:

Die Hinweise zum Potenzial für die Berggebiete durch das reiche Natur- und Kulturerbe stammen von einem Beitrag von Juan-Andres Gutierrez in der Broschüre "75 Jahre SAB / 1943 - 2018"

Foto: unsplash.com